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Lisa Genova, Mein Leben ohne Gestern
Alice, 50 Jahre alt, glücklich verheiratet,
Professorin für kognitive Psychologie in
Harvard und weltweit anerkannte Kapazität bei Fachkongressen,
beginnt plötzlich,
Termine zu vergessen und Sachen zu verlegen, Wörter entfallen ihr
ebenso wie die Kenntnis vertrauter Wege und Orte.
Nach einigem Zögern und voller Angst vor einem vermuteten Hirntumor
begibt sie sich
zu einer ärztlichen Untersuchung, ohne jemanden aus ihrer Familie
einzuweihen.
Die Diagnose übertrifft alle Befürchtungen und lässt ihre Welt
zusammenbrechen:
Sie leidet an einer frühen Form der Alzheimerschen Krankheit.
Mit dem geschulten Intellekt der Wissenschaftlerin beobachtet Alice
ihren eigenen
geistigen Verfall und tut sich unendlich schwer damit, ihren Zustand
offenbaren zu
müssen und Zeitpunkte zu erkennen, an denen die fortschreitende
Krankheit ihrem
Handlungsspielraum schrittweise endgültige Grenzen setzt.
Schmerzvoll registriert sie
die zunehmende Isolation, die aus Unverständnis, Mitleid, Scham und
Hilflosigkeit
ehemals nahe stehender Mitmenschen resultiert. Verzweifelt sieht sie
sich allmählich des Instruments beraubt, das ihr wichtigstes
Ausdrucksmittel war: ihrer Sprache.
Bis schließlich wohltuendes Vergessen Erinnerung und Intellekt
ausschaltet und ihre
Wahrnehmung nur noch den Augenblick umfasst.
Die Autorin Lisa Genova ist selbst promovierte Psychologin der
Universität Harvard.
Angela Wäschebach
Verlag Luebbe ISBN 978-3-7857-6016-1
Preis 16,99 EURO
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